Vatertag 2007

Alles war vorbereitet, die Verpflegung in fester und in flüssiger Form war eingekauft. Wochenlang hatte uns das Wetter auf eine warme und feucht-fröhliche Tour hoffen lassen.
Die Sonne hatte den Wald auf Vordermann gebracht und die Natur war sogar um Wochen voraus.

Und dann kam der 17. im Mai, Christi Himmelfahrt 2007, Feiertag, Vatertag.
Feucht-fröhlich wurde es auch; aber das Feuchte kam von oben und fröhlich sind wir sowieso laut Satzung. Es goss in Strömen an diesem Donnerstag in der Früh, als Michael Hengsterman und Wolfgang Weimann die Vorbereitungen für das Picknick im Wald trafen.

In passender Regenkleidung gab es unter der Brücke der heimischen ESWE-Bergbahn im Nerotal pünktlich um 10:00 Uhr ein Stelldichein aller angemeldeten Mitwanderer. Selbst die Frauen, unsere treuen Helferinnen erschienen am Ort und haben mitgebrachte Salate in Empfang genommen und zusammen mit den Getränken zum vorgesehenen Rastplatz gefahren, wo sie für uns, die hungrigen Wanderer, den Tisch deckten.

Die ESWE-Bergbahn brachte uns zur Gaststätte “Wagner im Turm” auf dem Neroberg. Bis jetzt hielten wir uns im Trockenen auf. Alles war gut und die Stimmung bestens. Das erste Getränk, ob Bier, Wein oder heißer Kaffee war ein guter Einstieg in die bevorstehende kraftraubende Tour, die noch bis Rambach vor uns lag.

Frisch gestärkt und guten Mutes traten wir aus der Gaststube. Draußen klatschte uns eine nasse Wand entgegen, denn es goss immer noch in Strömen von oben. Aber echten Wanderern kann auch diese Witterung nichts anhaben. Wir zogen in unserer Spur. Vornweg, Karl-Heinz Kress und Volker Eller-Bellersheim, die uns den Weg im nassen Unterholz zeigten. Wir haben uns kurz über den im letzten Jahr neu eingerichteten Kletterwald auf dem Neroberg an der dortigen Verkaufstelle informiert und fanden die Idee als schöne Bereicherung des Freizeitangebotes in Wiesbaden. Mit Unterhaltung, Humor und immer einem Witz auf den Lippen wanderten wir über die aufgeweichten Waldwege bis wir am festgelegten Picknickplatz eintrafen. Dort empfingen uns Sigi Weimann, Daniela Hengstermann und Kathrin Eller-Bellersheim mit einem voll gepackten Tischlein-deck-dich.

Diesem Angebot von Essbarem und Getränken aller Art konnte keiner widerstehen. Eine Mahlzeit im Wald einzunehmen ist eine feine Sache. Man fühlte sich wie im Schlaraffenland.
Herzlichen Dank den drei Frauen, die sich sichtlich um unser Wohlergehen bemüht hatten. Zum Dank überreichten wir jeder guten Fee eine handsignierte Pralinenpackung. Dann wurde eine “Stille Sammlung” durchgeführt um das das Abendessen in Rambach zu finanzieren.

Unter Einhaltung des Zeitplanes brachen wir zum Weitermarsch in Richtung Goldsteintal auf. Zwischendurch hellte der Himmel auf, doch Petrus schickte weiterhin das Nass vom Himmel. An der Hubertushütte angekommen, entschieden wir uns für einen Platz unter der überdachten Terrasse. So sehr hatten wir uns an die feuchte Umgebung im Wald während der Wanderung gewöhnt, dass uns die Luft in der Gaststube zu stickig erschien.

Auch dort frönten wir der Unterhaltung mit Gesang und derben Scherzen, so wie es am Vatertag üblich ist. Die Lacher waren auf seiner Seite, als Wolfgang Weimann die Bedienung auf griechisch um einen Ouzo mit den Worten: “Ena Ouzo me Paco Parakalo” bat und dieselbe für uns überraschend auf griechisch antwortete: “Poli Efharistos”.

Doch auch von dort mussten wir uns verabschieden, denn das Abschlusslokal in Rambach hielt am Abend Plätze für uns bereit. Mittlerweile hatte der Regen völlig aufgehört doch wir stapften durch den regennassen Wald, der nun vollends aufgeweicht und uns nun von unten her zusetzte. Doch kein Fluchen und Jammern war zu hören, wir wanderten immer der Nase nach in guter Stimmung in Richtung Rambach. Ein tolles Erlebnis.

Im Gasthaus Waldlust ließen wir dann mit einem ausgedehnten Abendessen a la carte den Tag ausklingen. Nicht fünfzehn, nicht vierzehn, nicht dreizehn, nicht zwölf, ein Prosit, ein Prosit der Fidelen Elf!

Trotz Regen war diese Komiteewanderung ein voller Erfolg und bleibt bei den Teilnehmern in bester Erinnerung.